Station der VIA SACRA
Anfang des 18. Jahrhunderts kommen in Folge der Gegenreformation Glaubensflüchtlinge der Unitas Fratrum oder Brüder-Unität aus Böhmen auf das Gut von Graf von Zinzendorf, der Ihnen Asyl gewährt. Herrnhut ("Unter die Hut des Herrn"), eine christliche Glaubensgemeinschaft mit evangelischem Bekenntnis entsteht und ist noch heut als Freikirche weltweit tätig.
Im Zentrum Herrnhuts, an der Straße zwischen Löbau und Zittau befindet sich der ca. 600 Menschen fassende Kirchsaal der Brüdergemeine Herrnhut der in seinem Inneren in schlichtem Weiß gehalten ist.
Das 1756/57 erbaute Kirchengebäude brannte 1945 bis auf die Umfassungsmauer nieder. Bis 1956 wurde es wieder aufgebaut und 1986/87 umfassend saniert und renoviert.
Als eines der wichtigsten Kulturdenkmälern der Region kann auch der Gottesacker der Brüdergemeinde gezählt werden. Zu den liturgischen Räumen der Gemeinde zählen der 1730 angelegte Friedhof mit 6.000 gleichartigen Grabsteinen und dem Altan (Aussichtsturm) von 1790.
Als weitere Sehenswürdigkeiten im Ort sind das Völkerkundemuseum mit Sammelstücken der Missionare, das Heimatmuseum, ein "Zinzendorf-Lehrpfad", ein Skulpturenpfad "Weg des Glaubens" und die "Unitätsausstellung" zu nennen.